Die Fruchtbarkeits-Massage

Die auf Sri Lanka geborene Gynäkologin Dr. Gowri Motha arbeite lange Zeit in einer Praxis für Reproduktionsmedizin in London. Um die Erfolgsrate der künstlichen Befruchtung zu erhöhen, probierte sie sehr viele Methoden aus und fand schließlich eine Heilform, die Massage und Reflexzonenbehandlung miteinander kombinierte.

Dr. Motha empfahl den Frauen diese Form der Behandlung (eine Massage wöchentlich über eine 6 – 10 Wochen, zweimal im Jahr), bevor sie die künstliche Befruchtung einsetzte. Sie konnte feststellen, dass dadurch 60 – 80 % aller Frauen auf natürlichem Wege schwanger wurden!

Die Massage regt die Geschlechtsorgane an und die Hormone kommen wieder in ihr natürliches Gleichgewicht. Die Reflexzonen für Eierstöcke, Eileiter und Gebärmutter werden am Bauch stimuliert und so die Fähigkeit zur Empfängnis des Körpers erhöht.

Obwohl diese Massage unter gynäkologischen Gesichtspunkten entstanden ist, hat sich ihr Einsatzbereich immer mehr vergrößert, z.B. zur Rückbildung, nach Fehlgeburten oder bei Regelschmerzen.

Die Massage wird ständig weiterentwickelt.

Wirkung der Fruchtbarkeitsmassage

Stärkung des Immunsystems

Durch die entspannende und entgiftende Wirkung der Fruchtbarkeitsmassage kann das Immunsystem unterstützt werden. Selbstheilungskräfte können einsetzen.

Entspannung im Bauchbereich

Vor allem im Bauch werden Gefühle aufgenommen und nicht mehr losgelassen. Während sich der Alltagsstress mehr im Nacken aufhält, werden tiefe Gefühle wie Wut oder Angst im Bauch festgehalten.

Durch die Bauchmassage kann eine tiefgehende Entspannung einsetzen, die Klientin kann loslassen.

Entgiftung

“Die Last, die wir auf unseren Schultern tragen” – also der Alltagsstress – führt zu einer Verspannung der Nacken- Schulter- Muskulatur. Dies führt auch dazu, dass sich besonders in diesem Bereich Stoffwechselschlacken bilden.

Die sanfte Massage dieses Bereiches kann sowohl zu einer Entspannung der Muskeln, als auch zum Abtransport der Schlacken/Entsäuern des Nacken-Schulter-Bereiches führen.

Daher ist es auch wichtig, den Leber-und Nierenbereich anzuregen.

Ein leichter Muskelkater oder auch Kopfschmerzen nach der sanften Massage zeigen, dass der Körper gut reagiert. Hier hilft es, viel zu trinken.

Hormonregulation

Hormone sind biochemische Botenstoffe, die in spezialisierten Zellen (z.B. in Schilddrüse, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse) gebildet und dann in den Blutkreislauf abgegeben werden. Dort gelangen sie zum Erfolgsorgan und regulieren dessen Funktion.

Die Fruchtbarkeitsmassage kann regulierend in den Hormonhaushalt eingreifen: die Länge des Zyklus, die Dauer und Menge der Blutung, der Eisprung

Wirkung auf Fortpflanzungsorgane

Die Fruchtbarkeitsmassage erhöht die Durchblutung der Fortpflanzungsorgane, so dass sie besser entgiftet werden können und somit besser funktionieren.

Auch hier kann es im Anschluss an die Massage zu einem leichten Muskelkater im Bauchbereich kommen.

Rückbildung nach (Fehl-)Geburt

Durch die starke Dehnung während der Schwangerschaft ist es zu einer Erschlaffung der Muskulatur, insbesondere des Beckenbodens gekommen. Der weibliche Körper ist in der Lage, sich selbst zu straffen. Unterstützt werden kann dies durch Rückbildungsyoga, Rückbildungsgymnastik und Beckenbodentraining.

Die Fruchtbarkeitsmassage kann dies ebenfalls unterstützen, da sie sowohl die tieferliegende Muskulatur als auch die Organe selbst beeinflussen kann.

Auch nach Fehl-oder Totgeburten und Abtreibungen kann diese Form der Massage sehr hilfreich sein (körperlich wie emptional) (mindestens 6 Massagen).

Die meisten Frauen empfinden die Massage als sehr angenehm.

Viele bekommen auch zum ersten Mal ein Gefühl dafür, was eigentlich in ihrem Körper geschieht, zum Beispiel beim Eisprung. Für die Massage werden bestimmte Handhaltungen benutzt, die entweder entspannen, oder zur (Lymph-)Drainage dienen sowie Organe ausrichten oder anregen.

Liegen schwerwiegendere Fruchtbarkeitshindernisse vor, kann die Fruchtbarkeitsmassage eine gute Begleitung der schulmedizinischen Kinderwunschbehandlung sein. Die entspannende, die Selbstheilungskräfte anregende und das Selbstbewusstsein stärkende Wirkung sind ein gutes Gegengewicht zum Stress einer Kinderwunschtherapie.

Eine gute Massagetherapeutin/Fruchtbarkeitscoach setzt aber nicht nur auf die Massage, sondern durchleuchtet zusammen mit der jeweiligen Frau auch deren Lebenssituation. Es ist dabei wichtig herauszufinden, wo es im Alltag der Frau Probleme oder Stagnation gibt. Ob zum Beispiel ihre Ernährung verändert werden sollte, sie also vielleicht mehr oder bestimmte andere Mineralstoffe braucht. Oder ob sie beruflich so überlastet ist, dass gar kein Raum für ein Baby in ihrem Leben wäre, und es deshalb nicht klappt. Und auch psychische Blockaden, die einer Empfängnis entgegenstehen, können gefunden und mittels verschiedener Methoden aufgelöst werden. Die Fruchtbarkeitsmassage kann dabei auch durch andere alternative Heilmethoden ergänzt werden. Eine Massage-Sitzung findet einmal pro Woche statt (über sechs bis zehn Wochen). Oft stellt sich der Erfolg schon innerhalb der ersten sechs Wochen ein. Später reicht dann eine Auffrischung pro Monat.

Auch Männer können von der Fruchtbarkeitsmassage profitieren. Die Behandlung regt das Lymphsystem und die Ausscheidungsfunktionen von Leber und Nieren an und fördert das hormonelle Gleichgewicht. Schlacken aus Hoden und Samenleitern können abtransportiert und das spermienproduzierende System „geputzt“ und angeregt werden. Dies hat sich besonders beim OAT-Syndrom ( = zu wenig, zu gering bewegliche und vermehrt fehlgeformte Spermien) bewährt.